Reingehört: “Lofe” von Filistine

Der Sound für diesen Sommer kommt aus der Oberpfalz

Die Band

Drei junge Musiker mit frischen Ideen und (für ihr geschätztes) Alter erstaunlichem Old-School-Musikgeschmack machen auf sich aufmerksam. Es ist eben nicht der an den Mainstream angepasste leichtverdauliche Schnick-Schnack. Vielmehr schaffen hier drei Kreative einen Musikstil, der heutzutage leider nicht mehr so sehr wahrgenommen wird, wenn gleich Hendrix, die Dire Straits und diverse andere Rock-Giganten die Musikgeschichte prägten.
 
Die Musik von Filistine besteht aus vielen Facetten. Sei es Jazz und Funk, oder aber auch die Tendenz zum Progrock; hier wird musikalisch sehr hochkalorisch gekocht.

Das Album

Nach dem Debüt-Album Filosophy aus dem Jahre 2017 folgt nun nach drei Jahren der nächste Longplayer. Und der hat es in sich. Bereits in den ersten Sekunden des Openers besticht ein sehr prominentes Gitarrenspiel und leitet toll in das Lied ein, während der dritte Song Texas vom Drumset eröffnet wird. Insgesamt nehmen Bass und Gitarre viel Raum in den Liedern von Lofe ein, ohne jetzt aber den Gesang oder auch die Drums in den Hintergrund zu drängen. Am Ende zählt immer das Ergebnis und dieses ist bei allen Songs wirklich immer rund.
 
Filistine stehen auf Abwechslung und prägen damit die Songs, die sich nirgendwo ähneln. Jedes Lied für sich ist eine einzigartige und in sich stimmige Kreation. Mal mit ordentlich Power und Tempo voll geradeaus, dann wieder nahezu tiefenentspannt und so gefühlvoll, dass man das Mondlicht in Moonlight fast schon fühlen kann. Sommerfeeling pur bereitet dann gleich danach das Instrumental Fun In The Sun.

Wer jetzt noch nicht zumindest mitgewippt hat, muss motorisch schon echt im Eimer sein. Die Rhythmen ziehen mit.
 

Fazit

Eigentlich schon erstaunlich, dass so junge Musiker ein so “altes” und leider vernachlässigtes Genre bedienen. Um so erstaunlicher ist, dass sie das auch noch so authentisch abliefern, als hätten sie damals zum Takt der Dire Straits die Nuckel gelutscht und die Musik mit der Muttermilch aufgesogen. Lofe bereitet mit 44 Minuten feinstem Rock verteilt auf zehn Songs eine wirklich schöne Zeit und macht Bock auf Chillen mit Freunden und Cocktail in der Sommersonne. Ein großartiges Album, gespickt mit beeindruckenden Gitarrensoli, das ich nur zu gern weiterempfehlen möchte.
 
Lofe ist bereits im April erschienen.
Filistine-LOFE-Albumcover by Pauline Meinke
Artwork by Pauline Meinke
Tracklist
01 All In
02 Play
03 Texas
04 Bad Name
05 Summer
06 Moonlight
07 Fun In The Sun
08 Central Park
09 Love
10 Rival Sons
Line-Up

Samuel Meier – Vocals & Bass
Om Hari Lasar – Vocals & Guitar
Jonas Böhm – Drums

Die Band im Web

Video:          https://www.youtube.com/channel/UCZ4HTiJINXQlPdVH6f-euzw

Facebook:    https://www.facebook.com/filistinemusic/

Homepage:  https://filistine.de/

Album:         https://filistine.lnk.to/LOfE

Quellen
Cover-Artwork: Pauline Meinke
Titelbild: Jonas Hartmann, BlueOak Records
 
Für Dirk ist Musik nur dann gut, wenn sie etwas mit ihm macht; er muss sie fühlen können. Er scheut sich nicht davor, diese Gefühle in Rezensionen einfließen zu lassen. Seine langjährige Tätigkeit als "Festplattenschubse" in diversen Webradios bildet die nötige Grundlage dafür.

Das Promokit wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.