Reingehört: „Wenn Seelen sterben“ von Nachtsucher

Das lang ersehnte 2. Album der Hannoveraner Band Nachtsucher erscheint am 13.03.2020

Die Band

Stefan Klug (Drums, Songwriting, Programming, Mixing & Mastering), Björn Schönherr (Guitar) und Christian Fink (Vocals & Lyrics) sind seit inzwischen mehr als 10 Jahren auf ihrer gemeinsamen musikalischen Reise. 2011 wurde das Projekt aus der Taufe gehoben und in Anlehnung an den Roman ‚Seelensucher‘ von Christian Fink ‚Nachtsucher‘ getauft. Auslöser hierfür war der Songentwurf zu ‚Komm mit mir‘, der die Drei deutlich mehr faszinierte als alles englischsprachige Material, das sie bislang für ihr Metal-Projekt erarbeitet hatten.
Was die Nachtsucher machen, machen sie absolut gründlich, und so dauerte es bis Oktober 2016, bis das Debütalbum ‚Komm mit mir‘ veröffentlicht wurde.
Parallel zur Arbeit am Album gründete die Band ein eigenes Plattenlabel ‚Tiefklang-Records‘ und baute das bandeigene Tiefklang-Studio auf.
Über die Lyrics sagte Christan in einem Interview einmal: „Wir glauben, wir sind Brückentiere ach so vieler Genres! Egal ob Gothic, Rock, Metal oder Düster-Pop: wir machen was uns gefällt. Nur eines muss immer vorhanden sein: Nach dem Hören muss es dir besser gehen als davor.“

Das Album

Ursprünglich sollte das Album bereits im Dezember 2019 veröffentlicht werden, allerdings entschied die Band sich dazu, den Termin um drei Monate zu verschieben, um ‚Wenn Seelen Sterben‘ so qualitativ hochwertig abzuliefern, dass es dem eigenen Anspruch und dem der Fans genügt.

Mit ‚Wenn Seelen sterben‘ knüpfen Nachtsucher ansatzlos an ihr Debütalbum an, was die Themen betrifft. In jedem Titel steckt die unausgesprochene Einladung, den Blick in die eigene Seele zu wagen; sich den eigenen Abgründen zu stellen.

Gleich der Opener ‚Angst‘ befasst sich mit einem Verhaltensmuster, das vielen Menschen eigen zu sein scheint. Aus Angst vor Verletzung wirft man fort, was einem doch eigentlich lieb und teuer ist, um nicht verlassen zu werden. Das Intro – die Spieluhr – schlägt für mich die Brücke zur Kindheit… dort lernt man die Mechanismen, die man als Erwachsener abruft.

Bei ‚Wonach Du suchst‘ gehe ich gedanklich in eine ähnliche Richtung. Wo ist mein Platz im Leben? Warum sehe ich nicht, was Andere in mir sehen? Warum glaube ich nicht an mich? Fragen, die viele Menschen immer wieder umtreiben und ihnen oftmals die Sicht auf die Hand versperren, die ihnen gereicht wird.

Sowohl ‚Kein Erbarmen‘ als auch der Titelsong ‚Wenn Seelen sterben‘ sind für mich absolute Aufforderungen, den Glauben an die eigene Stärke nicht zu verlieren und nicht zuzulassen, dass die Hoffnungslosigkeit uns lähmt. Der aggressive Sound in ‚Kein Erbarmen‘ lässt den Song auf mich fast wie eine Kampfansage an die Adresse von Zweifel und Mutlosigkeit wirken.

Dein Fleisch und Blut‘ zeichnet das Bild eines Egoisten, der ohne Rücksicht nur seine eigenen Ziele verfolgt. Wer nicht Schritt halten kann, bleibt auf der Strecke. Zu spät erkennt er, dass sein Handeln vor allem eins zu Folge hat: Absolute Einsamkeit.  Die harten Gitarrenriffs und der aggressive Klang von Christians Stimme setzen die Gier nach „höher, schneller, weiter, mehr“ hier perfekt musikalisch um.

Musikalische Lautmalerei par excellence gelingt Nachtsucher auch im Titel ‚Der Wind‘. Die Gitarrenriffs lassen den Hörer den Wind mit all seiner Kraft förmlich spüren. Sehr fasziniert hat mich die Doppeldeutigkeit des Textes. Zum einen geht es einfach um den Wind an sich: Ein Naturereignis, dem eine gewisse Mystik innenwohnt, weil sein Auftreten nur durch die Dinge sichtbar wird, die er bewegt.
Zum anderen geht es aber auch um die Wut, die wir in uns tragen und die unkontrolliert zum Orkan anschwellen kann. Ein leider sehr aktuelles Thema…

Fazit

Das Warten auf ‚Wenn Seelen sterben‘ hat sich absolut gelohnt!
Nachtsucher beweisen einmal mehr, welchen musikalischen Facettenreichtum sie anzubieten haben und nehmen den Hörer mit auf eine Reise hin zu den Abgründen, die das Leben schaffen kann. Musikalisch unterstützt durch den ehemaligen Lord of The Lost-Schlagzeuger Tobias Mertens haben Nachtsucher zehnTitel geschaffen, die durch die absolut authentisch präsentierten Lyrics ebenso überzeugen, wie durch die abwechslungsreiche instrumentale Gestaltung der einzelnen Songs und die Dynamik, die nicht nur stimmlich sondern auch musikalisch nicht nur die Botschaft der einzelnen Songs unterstreicht, sondern auch die, die über allem steht: Hoffnung!
Egal wie schlecht es dir gehen mag – sammele deine Kräfte und liebe dein Leben!

Absolut empfehlenswert!

Wenn Seelen sterben‘ erscheint am 13.03.2020 digital.
Vorbestellbar / zu erwerben ausschließlich über den Shop auf der Website der Band.
In physikalischer Form ist das Album ab 14.03.2020 erhältlich.
Karten für das Release-Konzert am 14.03.2020 in der Subkultur Hannover sind hier erhältlich.

Nachtsucher - Cover - Wenn Seeelen sterbenTracklist

01 Angst
02 Kein Erbarmen
03 Wonach Du suchst
04 Wenn Seelen sterben
05 Lösch das Licht
06 Dein Fleisch und Blut
07 Lach mich aus
08 Für Dich im Licht
09 Der Wind
10 Auf Dein Zeichen

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Quellen

Titelbild: Frank Jacobi (metalistlaut.de)

Das Promokit wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.
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Unsere Pixie ist nicht nur eine leidenschaftliche Radio-Moderatorin, sondern treibt Ihr liebliches Unwesen vor den Bühnen der dunklen Szene. Langjährige Erfahrung in der Szene, ein begnadeter Finger am Auslöser und ihre Eloquenz lassen Euch verpasste Events nacherleben.