Reingehört: Album “Verletzt” von MILLS

Mit “Verletzt” kommt der zweite Longplayer von Mills

Die Band

Man mag es kaum glauben, aber Mills wurde bereits 1994 (!!) von Alexander Steiner (Gitarre, Synthesizer) und Walter Glatz (Gesang, Synthesizer). Georg Loidl (Keyboards, Klavier) gegründet. Loidl stieg jedoch sieben Jahre später aus. Es folgte eine längere Zeit des Experimentierens und des Besinnens auf die Kernkompetenzen der verbliebenen zwei Musiker.

Seit vier Jahren wird es nun wieder “lauter” um die Band. Nach der EP “Mute” (2015) veröffentlichten die beiden Österreicher im Frühjahr 2018 das erste Full-Length-Album “Monochrome“. Jetzt ergänzt nun der Longplayer “Verletzt” die Discographie der Band.

Das Album

Ist die Zeit des Experimentierens noch nicht vorbei? Waren die Texte bisher englisch gehalten, ist “Verletzt” jetzt allerdings komplett deutsch eingesungen. Die Band beschreibt diesen Schritt mit der Möglichkeit, auf deutsch mehr emotionale Tiefe erreichen zu können.  So sehr ich diesen Ansatz begrüße, so gewagt ist er auch, denn er stellt Mills neben der klanglichen Verbundenheit noch deutlicher in den Dunstkreis deutschsprachiger Größen wie Eisrecher, Unheilig oder durchaus auch Rammstein. Hier zu bestehen wird nicht einfach sein, was ich aber bei der  Qualität von “Verletzt” durchaus für gut möglich halte.

In den Songs des Albums imponiert der Grundsatz “weniger ist oft mehr”. Es bedarf nicht vieler Instrumente um ein Lied “rund” zu gestalten. Hier greift das Konzept von Mills, sphärische Synths mit einer sehr abwechslungsreichen Gitarre zu ergänzen. Und eben diese Gitarre nimmt in vielen der Liedern eine Schlüsslrolle ein, erzeugt sie besonders in den gefühlvoll gespielten Momenten eine hohe Emotionalität. In anderen Liedern darf sie hingegen auch richtig Härte zeigen. Am Ende ist es eben die Mixtur aus einem professionellen instrumentalen Konzept, den sehr melancholischen Texten, aber auch einer virtuos variabel eingesetzten Gesangsstimme.

Fazit

Mit “Verletzt” probieren Mills den Schritt in den deutschsprachigen “Dark-Sumpf”. Die Zeit wird zeigen, ob die Hörer der Band das Konzept so abnehmen und Mills auch in Zukunft authentisch abliefern können, ohne zu sehr nach den bereits vorhanden “Größen” zu klingen. Handwerklich haben sie auf jeden Fall alles richtig gemacht. Alle Songs klingen rund und ergeben zusammen ein stimmiges “großes Ganzes”. Die Texte sind wohl bedacht und bieten Nieschen um sich selber dort wiederzufinden. Toll gemacht, Daumen hoch!

mills verletzt coverTracklist

01 Dankeslied
02 Nie
03 Vater (..unser)
04 Gesicht
05 Los
06 Schwarz weiß
07 Engel
08 Regen
09 Mein weites Land
10 Stille
11 Ende
12 Liebeslied

Line-Up

Alexander Steiner
Walter Glatz
Nora Baumann (Live-Keys)

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Soundcloud

Label

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Quellen

Promo-Kit: Agentur Musicfairy Claudia Rossner-Poniz

Titelbild: Credits laut Facebook-Bandpage:
Pic: Carpe Lucem Photography
Pic Post-processing: Walter Glatz, Stefan Moschini, Alexander Steiner und Noraa Baumann.

Cover: Promo-Kit Echozone

Das Promokit wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

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