Reingehört: “Phantasmagoria” von Stefan C. Schenkel

Stefan C. Schenkels neues Album Phantasmagoria ist msytisch

Die Band

Das Kind der 80er aus Hessen bewies bereits mit einer Vielzahl an Alben nicht nur seine Variabilität, sondern auch sein Können hinsichtlich Konzeption, Komposition und Produktion ansprechender elektronischer Musik. Dabei vermischen sich in den Liedern immer wieder Einflüsse aus den verschiedensten Ecken der Musikwelt. Mal fließen rockige bis metallische Elemente ein, um beim nächsten Track vielleicht von monumentalem Soundtrack abgelöst zu werden. Kurzum: Stefan C. Schenkel ist immer wieder für eine Überraschung gut. Man weiß nie was ein neues Werk von ihm bringt, ohne es gehört zu haben. Das ist Marketing pur, denn jeder möchte doch seine Neugier befriedigen. Pfiffig….

Das Album

Für sein neues Album Phantasmagoria hat sich Stefan C. Schenkel etwas ganz besonderes ausgedacht. Es reist mit uns in die Vergangenheit, genauer gesagt zum Ende des 18. Jahrhundert. Es war die Zeit, in der sich die Menschen mit Phantasmagorien unterhielten. Es waren Horror-Shows und Geistertheater, die den Zuschauern das Fürchten lehren sollten.

Die 14 Songs auf Phantasmagoria bringen das Album auf eine Spielzeit von 66 Minuten und bieten die erwartete Abwechslung. Während der Opener A Night At The Haunted Carnival eine angerockte Mischung aus Zirkusmusik, Gitarrenriffs aus dem Metal und einem Soundtrack begleitenden Streichern ist, ballert das nächste Lied Fear The Clown in perfekter Nightwish-Manier daher. Auch die Finnen spielen gerne mit diesen Elementen und hatten gar ein ähnliches Thema aufgegriffen. Vielleicht sollte Stefan C. Schenkel mal mit Floor Jansen plaudern, ob sie ihm nicht mal Vocals dazu liefern möchte.

It´s Lurking In The Shadows mixt Metal und Industiral in ein schnelles kraftvolles futuristisches Gewand um dann mit Beyond The Veil in einem sehr gemächlichen Gewässer einzutauchen. Hier imponieren dann weibliche Vocals und eine dominante Gitarre, die gerade von einem Prog-Rocker gestohlen worden sein könnte. Es ist auch der Song, mit dem Stefan C. Schenkel seinen Faible für monumentale Soundtracks wieder unter Beweis stellt.

Wie setzt man eine Achterbahn musikalisch um? Keine Ahnung? Na dann muss ich unbedingt Euthanasia Coaster empfehlen. Schnell, hart aber mit elektronischen Elementen abgefangen, rast Ihr durch eine bedrohlich untermalte Achterbahnstrecke.

Das Album wird am Ende dan von Ancient Soul On A Last Journey perfekt und angemessen abgerundet.

Fazit

Man spürt die Liebe und das Herzblut von Mastermind Stefan C. Schenkel in jedem Song. Auch Phantasmagoria ist wieder ein Album, welches von vorn bis hinten durchdacht und in sich stimmig ist. Er kombiniert seine Vergangenheit in der Metal-Musik mit der Gegenwart raumfüllender Synths und schafft in Summe dann ein so abwechslungsreiches Potpourri, dass ich nicht sagen könnte, für welchen Musikgeschmack Phantasmagoria  nicht geeignet ist.

Prädikat: muss man gehört haben!

Tracklist

01 A Night At The Haunted Carnival
02 Fear The Clown
03 The Magnifying Transmitter
04 It´s Lurking In The Shadows
05 Beyond The Veil
06 Shayatin
07 Euthanasia Coaster
08 Zosimos Of Panopolis
09 Curse Of The Gipsy
10 Phantasmagoria
11 Colossus
12 Sushila And The Savage Beasts
13 Grimoire
14 Ancient Soul On A Last Journey

Line-Up

Stefan C. Schenkel

Die Band im Web

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Quellen

Titelbild: Facebook-Bandpage
Das Promokit wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

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