VADOT feiern fulminantes Jubiläum in Berlin

Die Berliner Electro-Wave-Band Vadot feierte diesen Samstag ihr zehnjähriges Bestehen. Zur musikalischen Unterstützung baten die Berliner die Metal-Folk-Rockerin Moran Magal und die Unplaces aus Bochum / Hannover in die WABE nach Berlin.

Sanfter Einstieg mit Moran Magal

Moran MagalPunkt 20:00 Uhr begrüßte der mediale Weggefährte Markus Blum vom Radio Darkfire die Wartenden und pries die Wahl-Berlinerin Moran Magal an. Aus meiner Review war ich schon voller Erwartung, ob die Dame aus Israel live ebenso gut abliefern kann, wie auf ihrem aktuellen Studio-Album Under Your Bed. Und ich war nicht minder überrascht, auf eben diese von mir so angepriesene Stimmgewalt zu treffen. Über 45 Minuten begeisterte Moran Magal das Publikum mit Coversongs, wie aber auch aktuellen Songs, zum Teil von einer Violinistin beeindruckend unterstützt.

Vorbereitung ist alles und so fielen die Wartezeiten für den Umbau zwischen den Slots angenehm kurz aus. Gerade so ausreichend, um an der humanpreisigen Bar der WABE die Flüssigkeitszufuhr für den nächsten Slot zu holen.

Unplaces heizen tüchtig ein

Wie sagte Sängerin Dorette der Uplaces so schön:

Wir sind hier, um für Vadot einzuheizen. Und diese Aufgabe nehmen wir sehr ernst!

UnplacesUnd: oooh ja, das nahmen sie. In verminderter Besetzung auf der Bühne, denn der Keyboarder weilt derzeit auf Hochzeitsreise. Beim Fußball ist Unterzahl stets ein böses Omen. Nicht aber so bei Unplaces. Zu dritt lieferten sie nicht nur einen wahnsinnig spannenden und kurzweiligen Eindruck ihrer Musik ab, sondern lieferten für den tollen Anlass zugleich einen Vorgeschmack auf das neue Album als Weltpremiere. An dieser Stelle sei angemerkt, dass Unplaces am 15. November ein Live-Album veröffentlichen werden. Sie haben eingeheizt. Und zwar mal so richtig. Energie pur, welche dankbar von den Anwesenden aufgesogen wurde.

Es hatte zwar nicht wirklich etwas mit Vadot zu tun, kam aber beim Publikum toll an und zeigt auch die Fan-Verbundenheit der Band: eine Versteigerung  der letzten fünf CD´s von “Time“. Der Erlös dieser Versteigerung kam einer eigens angereisten musikinteressierten Wohngruppe aus Stendal zu Gute, um ihnen weitere Konzertbesuche zu ermöglichen. Eine wunderschöne Geste, die vom Publikum in dreistelliger Höhe sehr gerne unterstützt wurde.

Der Main-Act: Vadot feiern standesgemäß

Vadot AjourNachdem Unplaces also ihr Vesprechen wahr gemacht haben und in weiteren 45 Minuten das Publikum auf erhöhter Betriebstemperatur eingepegelt war, betraten Vadot die Bühne. Die Vier aus Berlin nahmen die gut gefüllte WABE auf in eine Zeitreise durch zehn Jahre Bandbestehen. Voller Energie spielte das Quartett fast zwei Stunden und gab zudem drei Songs obendrauf. Hierfür muss allerdings auch der Technik der WABE Tribut gezollt werden, die nicht nur den ganzen Abend für ein hervorragendes Mixing und Klangerlebnis sorgte, sondern sich auch dem Wunsche des Publikums nach Zugabe mehr als bereitwillig hingab.

Vadot DennisSpecial Guest on Stage war der Sänger Dennis Schober von Solitary Experiments, der “In Gottes Namen” perfekt unterstützte.

Ja, Vadot haben es mal so richtig krachen lassen. Inklusive Konfetti-Kanonen und Ballons. Die WABE war gut gefüllt, die Stimmung toll und musikalisch kam wirklich jeder auf seine Kosten. Man könnte fast sagen, es wäre ein Abend für die ganze Familie gewesen. Besonders schön fand ich am Rande die Familie, die seinem Sprössling verantwortungsbewusst Ohrschützer für den Abend bereit stellte. Kind GehörschutzSO geht verantwortungsvoller Konzertbesuch mit Kindern! Immer wieder schön zu sehen und Daumen hoch!

Alles in allem haben Vadot mehr als gebührend und angemessen ihr Zehnjähriges gefeiert. Organisatorisch und technisch passte alles und auch die Wahl der Gast-Musiker war eine wahrlich gute. Hut ab vor dieser Leistung und ein herzliches “Danke schön” für die Einladung. Ich wünsche der Band noch viele weitere Jahrzehnte und freue mich schon auf das Zwanzigjährige 🙂

Bildmaterial: Dirk Busse

 

 

 

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