Reingehört: Helge Wiegand´s Debüt-Album “RELEASED”

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Helge Wiegand auf Solopfaden – “Released” heißt sein Erstling

Die Band

Helge Wiegand ist in der Electro-Szene wahrlich kein Unbekannter, fungierte jedoch bisher als Keyboarder und Stimme im Hintergrund bei Diorama und auch t.o.y. Durch die Zusammenarbeit mit vielen Musikern kam dann irgendwann der Impuls, sein ganz eigenes Projekt zu starten. Fortan ist er mit seinem Nachnamen unterwegs, um uns eine frische Brise Electropop in die Ohren zu wehen.

Das Album

Ein wenig schmunzeln musste ich schon als ich las, dass ein Album namens Released “releast” wird. Nur versteckt sich hinter dem Albumtitel alles andere als eine humorvolle Episode eines ausbrechenden Musikers. Der Album-Opener Down The Memory Lane beginnt auf spartanischen Synths mit einem gemächlichen Drumset aufbauend und steigert sich mit Einsetzen des sanftmütigen Gesangs zu einem angenehm gemächlich dahinfließenden Mid-Tempo-Song. Und schon dieser erste Song stellt spätestens mit dem toll fließenden Refrain klar, dass hier schon einiges an musikalischer Erfahrung vorhanden ist und in Released eingeflossen ist.

Lässt uns Floating Away noch zart in den dahin fließenden Wogen schwimmen, zieht mit Falling nicht nur eine wenig kühle Melancholie ein, sondern auch die Gitarre darf sich ein wenig in Richtung Vordergrund spielen.
Multitalent Wiegand spielt gerne mit Effekten auf seiner, an sich sehr angenehmen Stimme. Nötig hat er es nicht, aber es bringt eine angenehme Abwechslung in die Songs, ebenso wie die vielen Samples, welche die Lieder immer wieder schön auflockern.

Eine weitere Überraschung ist der einzige deutschsprachige Song auf dem Album. Mit Superheld serviert Wiegand uns eine emotionale Ballade, die vermutlich auf englisch auch gar nicht funktionieren würde. Sehr gelungen finde ich den Wechsel in das Drum- und Gitarrenlastige letzte Drittel des Liedes. Ein Wechselbad der Gefühle, perfekt arrangiert.

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Echt uneingeschränkt anzupreisende Lieder auf Released sind die beiden Piano-Versionen von Down The Memory Lane und Falling. Für die Tanzflächennutzer unter Euch ist noch Floating Away (Aftershow Mix) wärmstens zu empfehlen.

Fazit

“Aufgehorcht, hier kommt Wiegand !”   So oder ähnlich müsste es demnächst aus den Radiolautsprechern schallen, denn das Debüt-Album des Mannes aus der zweiten Reihe lässt tatsächlich aufhorchen. Frischer Electropop, mit Einschlägen aus den 80ern serviert uns Helge Wiegand mit einer Portion Melancholie, tollen Arrangements und Refrains, gegen die man sich nicht erwehren kann. Die erste Scheibe seines Solo-Projektes überzeugt nicht zuletzt durch ein sehr gelungenes Mastering. Bei “Released” fühlen sich meine Ohren wohl, dann muss es wohl gut sein.

So gut, dass Helge Wiegand am 18.12.2018 ab 21:00 Uhr auf Radio Hazzard Of Darkness bei mir im Live-Interview sein wird.

Tracklist
Helge Wiegand © Frank Güthoff
Helge Wiegand © Frank Güthoff

01 Floating Away
02 Falling
03 The Room
04 Hideaway
05 Time
06 Time
07 Superheld
08 The Little Man
09 Waiting In Line
10 Down The Memory Lane (Live Piano Session)
11 Falling (Piano Edit)
12 Floating Away (Aftershow Mix)

Line-Up

Helge Wiegand – Vocals und alle Instrumente

Die Band im Web

Mail: info@wiegand-music.com
Facebook: www.facebook.com/wgndmusic/
Bandcamp: www.wiegandmusic.bandcamp.com
Instagram: www.instagram.com/wiegandmusic/

 

Quellen

Cover-Artwork: Frank Güthoff
Titel-Bild: Promo-Kit

Flamingo Relations
Josephine Leopold
Eichenstr.5
40699 Erkrath
flamingorelations@gmail.com

Das Album wurde digital und kostenfrei zur Verfügung gestellt.