Review: EP „At The End Of Time“ von Düsterlust

„At The End Of Time“ heisst der neue Silberling der Symphonic Metaller Düsterlust

Die Band

Düsterlust gründeten sich bereits 2010, allerdings unter einem anderen Namen, der dann später von Dritten urheberrechtlich beansprucht wurde. So trägt das Trio den aktuellen Bandnamen erst seit 2015. Dies hatte zur Folge, dass das bereits 2014 nach Vollendung des endgültigen Line-Up mit Regina Beatrix Rumpel am Mikrofon erschienene Album “Unveil The Beauty” vom Markt genommen werden musste. Im September 2016 erfolgte dann der Re-Relase des Albums unter dem TitelDüster Lust„.

Musikalisch zeichnen sich die Symphonic-Metaller aus dem Odenwald durch schnellen kraftvollen Power-Metal mit überwiegend klassischem Gesang aus.

Das Album
Duesterlust Bandpic
Bandphoto by Torsten Reitz, reworked by Starfountain Design

Am 20. Oktober 2018 erblickte nun die EP „At The End Of Time“ den Laser der CD-Player. Bereits im Februar schickten Düsterlust den Titeltrack vorne weg und sorgten damit für Verwirrung. Es waren völlig ungewönhte Gefilde, denn das Lied ist eine Endzeit-Ballade und per se völlig konträr zu den bisherigen Düsterwerken.

Wer jetzt befürchtete, die Band hätte ihren Musikstil „leichtverdaulicher“ angepasst, wird mit der EP „At The End Of Time“ definitiv eines Besseren belehrt. Vier Songs zuzüglich Intro und Outro reißen die Ohren mit gewohntem Stil aus dem Sommerloch. Die namensgebende Endzeit-Ballade findet sich natürlich auch auf der Scheibe und bietet einen angenehmen Kontrast zu den anderen Songs. Düsterlust arbeiten inzwischen vermehrt mit Breaks, welche mich u.a. spontan an Bohemian Rhapsody von Queen erinnern.

Fazit

Vergleicht man das 2016er Album mit der diesjährigen EP, lässt sich schön eine Fortentwicklung der Band erkennen. Mehr Mut zum Variablen, mehr orchestrale Elemente die natürlich toll zum klassichen Gesang der Frontlady passen, mehr Platz für Gitarrensoli und insgesamt einfach auch klanglich ist die EP sehr rund und gelungen.

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Düsterlust stellen sich bewusst der Herausforderung, mit ihrer Musik nicht die Massen einfangen zu können, werden vermutlich nie wie Plastikpopper große Stadien füllen. Dafür schaffen sie aber selbstgemachten, selbst geschriebenen und handwerklich überzeugend arrangierten Metal, der ganz seine treuen Fans hat. Und mit Scheiben wie „At The End Of Time“ werden es ganz sicher noch viele mehr werden.

Interview

Die Band stellte sich und die neue EP im Oktober im Radio HazZArd Of Darkness bei Gesine Weise und Dirk Busse vor. Hier könnt Ihr Euch noch einmal „schlau hören“:

Tracklist

01 The Shatterer
02 We Want More
03 At The End Of Time
04 Black Or White
05 Lords Of Destruction
06 Rebirth

Line-Up

Heiko Seibert (Guitar, Bass);
Philip Seibert (Drums, Keys, Growling);
Regina Beatrix Rumpel (Lyric Soprano);

Die Band im Web

http://www.duesterlust.com
https://www.facebook.com/duesterlust
https://twitter.com/DuesterLust
https://open.spotify.com/artist/5IKILRnOYylayDlbsTrXfq
https://duesterlust.bandcamp.com/releases

Label

Seibert Music Group

Quellen

Bandphoto by Torsten Reitz, reworked by Starfountain Design

Das Promo-Kit wurde kostenlos digital zur Verfügung gestellt