Katja von Kassel – EP „Walking In West Berlin“

DITA VON TEESE meets GRACE JONES – das Ergebnis ist Katja von Kassel

Die Band

Der Wahl-Londonerin wird nachgesagt, sie sei als Kind von einem Zigeunerwagen gefallen. Zudem könne es Bestimmung gewesen sein, dass Ihre Mutter ihr den Vornamen einer berühmten und erfolgreichen Katja Ebstein. Die charmante Chanteuse hat einen Faible für die elektronische Musik, verliert aber auch andere, deutlich klassischere Elemente nicht aus den Augen. Bei manchen ihrer Stücke schwingt man zwischen den frühen 1920ern und dem modernen Heute hin und her. Über all dem „thront“ allerdings stets die markante Stimme und der für die heutige Zeit durchaus nicht gewöhnliche Gesangsstil.

Das Album
Walking In West Berlin
Quelle: Facebook-Seite Katja von Kassel

2017 veröffentlichte Katja von Kassel eine EP mit gleichem Namen. Bereits im März 2018 präsentierte sie nun ihr neuestes Werk, die EP „Walking In West Berlin“.

Das Besondere an dieser EP vorneweg: es gibt jeden Song zweimal: einmal auf englisch und einmal auf deutsch gesungen. Zum Teil vermischt sie auch beide Sprachen, wie z.B. im dritten Track und Namensgeber der Scheibe: Walking In West Berlin.

Es ist diese gewaltige Bandbreite Ihrer Stimme und nicht zuletzt auch die Gabe genau diese so unglaublich gekonnt zu steuern und einzusetzen, dass Katja von Kassel in jedem Song nicht nur Ihre Musik, sondern auch sich selbt anders präsentiert. Während man für viele Musiker nur eine bis maximal zwei Schubladen bräuchte, müsste man für die Lady aus London vermutlich ganze Schrankwände bauen, so vielfältig wie sie ist.

Insgesamt findet Ihr den Song viermal auf der EP: als modernen Mid-Tempo-Song im Synthesizer-Gewand, dann in einer nahezu puristischen „Cinematic“-Version, die mich tatsächlich am meisten berührt hat. Nur mit ganz schmalen Synths unterlegt, konzentriert sich das Ohr automatisch auf den punktgenauen Gesang. Und macht Musik fühlbar, erlebbar und beweist, dass weniger manchmal mehr sein kann.

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Fazit

Wieder einmal beweist uns Katja von Kassel, dass sie eine grandiose Musikerin ist, die sehr genau um ihr Kapital „Stimme“ weiß. Dann spielt sie auch noch ihren Trumpf der Flexibilität aus und stellt dies z. B. im Song „Someday“ prächtig glänzend unter Beweis.

Ich bin nicht nur der Musikerin, sondern auch ihrem neuen Werk verfallen. Sie beherrscht auch diesmal perfekt die Kunst, Musik zum Fühlen und Erleben zu schaffen und schuf mir nicht nur einmal Gänsehaut beim Anhören der neuen EP. Zusammen mit Chris Payne der an den Texten, der Produktion und dem Mixing beteiligt war entstand somit eine großartige Scheibe.

Als Bonus obendrauf: die EP „Walking In West-Berlin“ gibt es in Form einer limitierten Vinyl-CD. Das macht das Ganze noch ein Stück edler.

Da ich absolut nichts zu mosern habe (und ich habe echt gesucht 🙂  ) , gibt es von mir

  5 von 5 Punkten !!

Tracklist

01 Someday
02 Radio Symphony
03 Walking in West Berlin
04 Someday (Cinematic)
05 Someday (german version)
06 Radio Symphony (german version)
07 Walking in West Berlin (german version)
08 Someday (Cinematic german version)

Line-Up

Katja von Kassel

Die Band im Web

katjavonkassel.bandcamp.com

facebook.com/katja.vonkassel

facebook.com/KatjavKassel/

youtube.com/user/vonKassel

twitter.com/katjavonkassel

KatjavonKassel@gmail.com

Quellen

Bilder:
Offizielle Webseite und Facebook-Seite